Strategie
So gehen Collab-Posts auf LinkedIn (und was es bringt)
Daniel
LinkedIn Collaborative Posts sind da: Mitglieder und Unternehmensseiten können Beiträge gemeinsam veröffentlichen. Dieser Leitfaden klärt Hintergründe, die Instagram-Historie, konkrete Vorteile für KMUs und führt dich Schritt für Schritt durch die Nutzung.Quick-Tipps 🚀
- Plane das Ziel, den Partner und das Timing vor der Einladung
- Kombiniere Unternehmensseiten und persönliche Profile gezielt für B2B-Reichweite
- Vergleiche die Performance von Collabs getrennt von Solo-Posts in deinem Reporting
Inhaltsverzeichnis
- Was LinkedIn mit Collaborative Posts neu macht
- Die Idee kennen wir schon von Instagram
- Warum gemeinsame Beiträge mehr bewirken
- Was LinkedIn-Collabs für KMUs besonders interessant macht
- So erstellst du einen Collab-Post auf LinkedIn
- Praxis-Tipps für starke LinkedIn-Collabs
- Content und Partner*innen mit Deepnetic Social vorbereiten
- Fazit: Collabs gehören in die LinkedIn-Strategie
Was LinkedIn mit Collaborative Posts neu macht
LinkedIn hat Collaborative Posts global freigeschaltet. Mitglieder und Unternehmensseiten können einen Beitrag gemeinsam veröffentlichen und dabei bis zu fünf weitere Profile oder Seiten als Kollaborator*innen einladen. LinkedIn beschreibt das Format in der offiziellen Produktankündigung als neuen Post-Typ für gemeinsame Sichtbarkeit im Feed.Für Social-Media-Verantwortliche in KMUs ist das mehr als ein UI-Update. Es verändert, wie Partnerschaften, Thought Leadership und Employer Branding auf LinkedIn sichtbar werden: Statt nur zu erwähnen oder zu teilen, steht der Beitrag unter mehreren Namen. Genau das macht Collabs für B2B-Kommunikation so interessant.
Die Idee kennen wir schon von Instagram
Collab-Posts sind kein komplett neues Konzept. Instagram hat die Funktion 2021 eingeführt: Ein Beitrag oder Reel wird von mehreren Accounts gemeinsam verantwortet, erscheint nach Annahme der Einladung auf allen beteiligten Profilen und bündelt Reichweite sowie Interaktionen. Aus einer Erwähnung wird echte Co-Autorenschaft.Seitdem haben viele Marken, Creator und auch KMUs gelernt, dass gemeinsame Posts oft mehr bringen als klassisches Tagging. Die Einladung muss akzeptiert werden, niemand landet ungefragt im Grid, und Engagement zählt für alle Beteiligten. LinkedIn überträgt diese Logik jetzt in den beruflichen Kontext und öffnet sie ausdrücklich auch für Unternehmensseiten.Wer Instagram-Collabs schon nutzt, findet den LinkedIn-Ablauf vertraut. Der Unterschied liegt in der Zielsetzung: Auf LinkedIn geht es stärker um Vertrauen, Fachlichkeit und Netzwerkeffekte zwischen Personen, Marken und Unternehmen.
Warum gemeinsame Beiträge mehr bewirken
Der Kernvorteil ist simpel: Ein Collab-Post spricht die Netzwerke aller Beteiligten an. Statt denselben Inhalt mehrfach zu posten oder auf ein Repost zu hoffen, erscheint ein gemeinsamer Beitrag dort, wo die jeweiligen Follower*innen ohnehin unterwegs sind. Das spart Abstimmungsaufwand und wirkt glaubwürdiger als ein reines „Bitte teilen“.Dazu kommt der Signal-Effekt. Wer als Kollaborator*in erscheint, steht mit seinem Namen hinter dem Inhalt. Für KMUs bedeutet das oft höhere Aufmerksamkeit bei Entscheider*innen, stärkere Markenassoziation bei Partnern und klarere Zuordnung bei gemeinsamen Projekten, Events oder Produktlaunches.
Typische Aha-Momente bei Collab-Posts:
- Reichweite aus mehreren Netzwerken ohne doppelte Content-Produktion
- Höhere Glaubwürdigkeit durch sichtbare Co-Autorenschaft
- Klarere Partnerschaftskommunikation als bei reinen Erwähnungen
- Weniger „Wer postet was?“-Chaos in der Abstimmung
- Bessere Chance auf Kommentare, weil mehrere Communities angesprochen werden
Was LinkedIn-Collabs für KMUs besonders interessant macht
Auf LinkedIn zählen Vernetzung und Kontext. Ein Collab zwischen Geschäftsführung und Fachkraft, zwischen Unternehmensseite und Partnerfirma oder zwischen Agentur und Kundenseite wirkt oft stärker als ein Solo-Post mit Tags. Erwähnungen bleiben hilfreich, ersetzen aber keine gemeinsame Veröffentlichung. Beim Collab ist der Beitrag offiziell „von uns gemeinsam“.Laut LinkedIn lassen sich fast alle gängigen Formate nutzen: Text, Bild, Video, Link-Posts, Dokumente, Umfragen, Events und Celebration Posts. Details und Grenzen findest du in der LinkedIn-Ankündigung zu Collaborative Posts. Für die visuelle Umsetzung bleiben die bekannten Maße relevant. Dazu hilft unser LinkedIn-Size-Guide.Besonders spannend: Unternehmensseiten können mitmachen. Damit lassen sich Employer Branding, Vertrieb und Partnerschaften verbinden, ohne dass nur persönliche Profile die Sichtbarkeit tragen. Wer systematisch auf Engagement und Wachstum setzt, bekommt mit Collabs ein zusätzliches Hebel-Format für Reichweite und Beziehungspflege.
So erstellst du einen Collab-Post auf LinkedIn
Der Einstieg ist bewusst einfach gehalten. Du startest wie gewohnt in der Sharebox, lädst Kollaborator*innen ein und veröffentlichst danach. Eingeladene Personen oder Seitenadministratoren erhalten eine Benachrichtigung und müssen die Zusammenarbeit annehmen, bevor sie als Mitwirkende erscheinen.Plane vorher kurz, wer einlädt, wer freigibt und wann der Post live gehen soll. Gerade bei Unternehmensseiten und Agentur-Kunden-Setups verhindert das unnötige Schleifen. Ein klarer Ablauf sieht in der Praxis so aus:
Schritte:
- Sharebox öffnen und Content vorbereiten (Text, Media, Dokument, Umfrage o.ä.)
- Kollaborator*innen hinzufügen und Namen suchen
- Bis zu fünf Mitglieder oder Unternehmensseiten einladen
- Beitrag wie gewohnt veröffentlichen
- Eingeladene prüfen die Benachrichtigung und nehmen an oder lehnen ab
- Nach Annahme erscheint der Post als gemeinsamer Beitrag der Beteiligten
Praxis-Tipps für starke LinkedIn-Collabs
Technik allein macht noch keinen starken Post. Entscheidend ist, ob der Collab einen echten gemeinsamen Nenner hat: Ein gemeinsames Projekt, eine klare Expertise, ein Event oder ein Nutzenversprechen für die Zielgruppe. Sonst wirkt das Format schnell wie Reichweiten-Optimierung ohne Substanz.Stimme Ton, Claim und Call-to-Action vorab ab. Besonders bei Unternehmensseiten und persönlichen Profilen sollte klar sein, wer welche Rolle einnimmt. Danach gilt: Lieber weniger, dafür relevante Collabs als jede Woche einen neuen Partner nur wegen der Reichweite.
Checkliste vor dem Invite:
- Passt der Partner inhaltlich zur Marke und zur Zielgruppe?
- Ist der Mehrwert für beide Netzwerke klar erkennbar?
- Sind Freigaben, Zitate und Visuals vorab geklärt?
- Gibt es einen konkreten nächsten Schritt (Kommentar, Event, Landingpage)?
- Wird der Collab im Reporting separat bewertet?
Content und Partner*innen mit Deepnetic Social vorbereiten
Collabs scheitern selten an der Einladung selbst, sondern an Abstimmung, Timing und Formatqualität. Genau hier hilft ein zentrales Social-Media-Tool. Mit Deepnetic Social planst du Beiträge plattformübergreifend im Voraus, hältst Freigaben nachvollziehbar und behältst LinkedIn neben Instagram, Facebook und weiteren Kanälen im Blick.Wo verfügbar, lassen sich Partner*innen bzw. Kollaborator*innen auch aus dem Tool-Kontext heraus mitdenken: Content wird vorbereitet, Termine stehen, Zuständigkeiten sind klar. So bleibt der LinkedIn-Collab Teil eines ruhigen Publishing-Prozesses statt einer kurzfristigen Einzelaktion in der nativen App.Gerade Teams, die mit Agenturen oder mehreren internen Stakeholdern arbeiten, profitieren davon, dass Planung, Freigabe und Veröffentlichung nicht in Chats und Screenshots zerfallen. Mehr Struktur dazu findest du auch in unserem Artikel zu Freigabeprozessen für Social-Media-Content.
Fazit: Collabs gehören in die LinkedIn-Strategie
Collaborative Posts machen auf LinkedIn endlich sichtbar, was in der Praxis schon lange läuft: Gemeinsame Expertise, Partnerschaften und persönliche Marken neben der Unternehmensseite. Wer das Format bewusst einsetzt, holt mehr aus Vernetzung, Erwähnungen und gemeinsamen Kampagnen heraus als mit klassischen Solo-Posts allein.Starte mit wenigen, klaren Collabs, misst die Wirkung und baue das Format in deinen Redaktionsplan ein. Mit Deepnetic Social behältst du Planung und Überblick, auch wenn LinkedIn, Instagram und weitere Kanäle parallel laufen. Dann werden Collab-Posts nicht zum Experiment, sondern zu einem verlässlichen Hebel in deiner Social-Media-Arbeit.
Content vorausplanenNutze Deepnetic Social, um deinen Content plattformübergreifend im Voraus einzuplanen. Wenn verfügbar, auch um Partner*innen einzuladen.
Zusammenfassung
- Plane das Ziel, den Partner und das Timing vor der Einladung
- Kombiniere Unternehmensseiten und persönliche Profile gezielt für B2B-Reichweite
- Vergleiche die Performance von Collabs getrennt von Solo-Posts in deinem Reporting